Pressestimmen

Münchner Merkur

Voll ins Schwarze getroffen

“Die zwei Scheinheiligen" überzeugen mit ihrem Musik-Kabarett

Mittenwald - Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass "Die zwei Scheinheiligen" alias Manfred Asal und Jürgen Klier aus Mittenwald mit ihren Alltagsbeobachtungen voll ins schwarze treffen. Bei ihrem erst dritten öffentlichen Auftritt bestachen sie im Wallgauer "Haus des Gastes" in ihrem Musikkabarett mit Tiefgang.

"Könnt ihr euch vorstellen, was euch erwartet", wollten die beiden Isartaler zu Beginn wissen und ließen ihre selbst komponierten Liedgeschichten folgen, bei denen das kongeniale Duo Asal (Gitarre) und Klier (Ziehharmonika) dem Volk aufs Maul geschaut hatte............

Voll krass das Lied vom "Loch", welches die Möglichkeiten des Piercens beschreibt. In "Hurra, hurra die Hose rutscht" werden die Bekleidungsgewohnheiten der Jugend interpretiert...............


Süddeutsche Zeitung

Manpower und dralle Damen

Die "Scheinheiligen" und die "PrimaTonnen" bieten in Parsdorf Satire pur

Vaterstetten - Die Scheinheiligen nennen sich Manfred Asal und Jürgen Klier. Beim Kieslstoandl-Abend am Freitag in der "Alten Post" in Parsdorf marschierten die beiden denn auch mit einer funkelnden Gloriole um den Kopf auf die Bühne.

Die nahmen sie jedoch schnell ab,und das war auch besser so. Schließlich war dem Duo aus Mittenwald, sehr zum Vergnügen des Publikums im brechend vollen Pfarrsaal, rein gar nichts heilig.

Das Programm "Genau daneben durchs Leben" ist nicht nur ein kunterbuntes Sammelsurium von schrägen Szenen des Alltags, die liebenswert, dreist und offenherzig ins Lächerliche gezogen werden, sondern auch ein musikalischer Streifzug durch aller Herren Länder............


Münchner Merkur

Lebensfreude pur - nicht nur für Senioren

Garmisch-Partenkirchen - Zwei Schauspieler, zwei Musiker, ein Ziel: den Senioren im Landkreis zu helfen. Und das taten Conny Glogger, Hermann Giefer und die "Scheinheiligen" mit sehr viel Humor.

Berg-Ausrüstung in Aufruhr: Die Windjacke prustet, die Nagelschuhe poltern, der Eispickel schimpft: "Es muss anders werden." Jedes einzelne Untensil fühlt sich vernachlässigt, nicht umsorgt und geliebt von seinem Kraxler. Und so ergibt die Beratung, festgehalten von Ödön von Horváth in seinen "Sportmärchen", ein hartes Urteil: Der Mann muss sterben. Auf der nächsten Bergtour sollten die Kletterschuhe aalglatt über die Felschen huschen, und das Seil schlingt sich tödlich um des Besitzers Hals, damit der Eispickel zum grausamen Todesstoß ausholen kann. Ein solch jähes Ende findet der Bergsteiger, der sich kurz vor der Tour das Bein bricht, in Horváths Geschichte nicht ­ und mancher der rund 210 Zuhörer im ausverkauften "Schattensaal" (Familie Baudrexl stellte den Raum kostenlos zur Verfügung) dachte bestimmt erleichtert an seine ungeputzten Bergschuhe, die er selbst unliebsam im Kellerregal verstaut hat.

Neben dieser Episode standen bei der Benefizaktion "Der Frühjahrsradi", veranstaltet von Bürgerstiftung "Mehrwert" und Tagblatt, noch weitere Geschichten des bekannten Literaten sowie anderer namhafter Autoren auf dem Programm. Vom "kleinen Frühjahrsdialog" bis hin zum Bairisch-Kurs für Zuwanderer, von Frühlingsthemen übers Bergsteigen bis hin zur Eigenart der Werdenfelser ­ jeden Text erweckten Schauspielerin Conny Glogger und ihr Kollege Hermann Giefer zum Leben. So schwäbelte Glogger bei "Der wandernde Berg" und mimte eine Württembergerin, die mit ihrer Fragerei einem wortkargen Werdenfelser den letzten Nerv raubte. Giefer hingegen philosophierte über den fundamentalen Unterschied von Käse und Kas. "Der Käse ist Aristokrat, man möchte Baron oder Exzellenz zu ihm sagen", las der Mittenwalder in gediegenem Hochdeutsch. Pause. Tonartwechsel: "Aber da Kas stinkt ungeniert über fünf Wirtshaustisch' hinweg" ­ die Zuhörer, die Glogger als "fein, aufmerksam und sehr lachbereit" charakterisierte, waren begeistert. Mitreißen an diesem amüsanten bunten Abend, der rund 2500 Euro für Projekt "Senioren-Kontakt im Oberland" einbrachte, konnte aber nicht nur das Duo Glogger/Giefer, sondern auch eines der musikalischen Art: die "Scheinheiligen" Jürgen Klier und Manfred Asal aus Mittenwald. Sie frotzelten in ihren Liedern über eine typische (Alp-)Traumehe und erzählten in "Dialektional" vom enttäuschenden Urlaub eines älteren Herren, der auf seiner Reise keinen einzigen waschechten Bayern sah. Die beiden Musiker trafen mit ihren Stücken den Humor des Publikums.

Ein wahrer Künstler der Stimme war auch Gloggers Kollege Christian Jungwirth. Der Moderator, der seit einigen Jahren in Murnau lebt, ist BR-"Wetterfrosch", weiß aber auch Karl Lagerfeld, Angela Merkel und Literatur-Papst Reich-Ranicki zu imitieren. Darbietungen, die ebenfalls Landrat Harald Kühn zum Lachen brachten. "Ich bin froh, dass diese Veranstaltung nach den Wahlen stattfindet", sagte Kühn. Ansonsten hätte man meinen können, die "Scheinheiligen" seien eine zusätzliche politische Partei. zu behandeln.


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